Beispiele aus der Praxis

Wesentliche Gründe für eine Kreditkündigung und die Einleitung eines Zwangsversteigerungsverfahrens

sind Arbeitslosigkeit, Ehescheidung, Krankheit, Tod, Konkurs/Insolvenz, Falschberatung, Betrug/Unterschlagung, Sonstige Veränderungen in den Vermögensverhältnissen. In all diesen Fällen steht einer Umfinanzierung über deutsche Banken § 18 des Kreditwesengesetzes entgegen, sodass es in der Regel zur Zwangsversteigerung kommt, es sei denn, dass Privatkapital im Familien- oder Freundeskreis zur Verfügung steht, was leider nur selten der Fall ist.

Nachfolgend werden einige Fälle exemplarisch aufgeführt. Es ist angedacht, in Zukunft regelmäßig über Fälle zu berichten.

Fall 1:

In einem Zwangsversteigerungsverfahren in Dortmund wurde vor dem Termin den betreibenden Gläubigerbanken eine unwiderrufliche Finanzierungszusage überreicht. Die Banken bewilligten daraufhin die Einstellung des Versteigerungsverfahrens, sodass der Versteigerungstermin aufgehoben wurde. Gleichzeitig wurde zwischen den Eigentümern und ihren Kindern ein Kaufvertrag geschlossen und die Finanzierung des Kaufpreises als Grundlage für die Ablösung der Gläubigerbanken herangezogen. Die Immobilie ist über die Kinder als neue Eigentümer erhalten worden. Gleichzeitig wurden damit erbrechtliche Probleme gelöst.

Fall 2 :

Wie die ISO auch kurzfristig helfen kann, hat ein Zwangsversteigerungstermin in Lünen gezeigt: Im Zwangsversteigerungstermin wurde eine unwiderrufliche Finanzierungszusage einer deutschen Bank durch die ISO überreicht mit dem Antrag, den Zuschlag auf ein abgegebenes Meistgebot für eine Woche auszusetzen, um die Ablösung der betreibenden Gläubigerbanken zu bewirken. In der nachfolgenden Woche sind die Banken abgelöst worden und haben die Einstellung bewilligt. Der Zuschlag ist daraufhin gemäss § 33 ZVG durch das Gericht versagt worden. Die Immobilie blieb den Eigentümern erhalten.